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Prävention "Mein Körper gehört mir!"

Prävention vor sexueller Ausbeutung – die Primarschule Rifferswil nimmt ihre Verantwortung wahr

„Mein Körper gehört mir!“, die Ausstellung zur Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder, machte vom 1. bis 25. Juni Halt in Hedingen. Über 800 Kinder aus verschiedenen Gemeinden des Bezirks besuchten den interaktiven Parcours. Zudem wurden mehr als 300 Mütter und Väter an Elternabenden zum Thema informiert.

Prävention vor sexueller Gewalt als Schulthema? Muss das sein, werden Sie sich fragen. Angesichts der Tatsache, dass jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zehnte bis zwölfte Junge im Laufe der Kindheit sexuelle Übergriffe oder Gewalt erlebt, fanden die Verantwortlichen der Primarschulen im Bezirk: Ja, es muss sein!

Sexuelle Gewalt an Kindern hat viele Formen. Sie kann von erzwungener Nähe und Nacktheit, dem Konsum von Kinderpornographie oder intimen Berührungen der Geschlechtsteile bis hin zur Vergewaltigung führen. Nur selten ist es der böse Unbekannte mit dem lockenden Bonbon, der Kindern sexuelle Gewalt antut. In etwa drei Viertel der Fälle ist die ausbeutende Person dem Kind bekannt und kommt aus dem nahen sozialen oder gar familiären Umfeld des betroffenen Kindes. Deswegen reichen Ermahnungen wie „Geh nicht allein durch den Park!“ oder „Nimm keine Süssigkeiten von Fremden an!“ nicht aus, um die eigenen Kinder zu schützen. Im Gegenteil: Warnungen machen Angst. Informationen aber klären auf. Gut informierte und selbstbewusste Kinder sind sicherer vor sexueller Gewalt.

Beim Besuch des Kinderparcours lernten die Kinder, dass sie das Recht haben, Nein zu sagen. Sie erfuhren, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt und schlechte Geheimnisse weitererzählt werden sollen. Sie lernten die Telefonnummer 147 (www.projuventute.ch) kennen und wissen, dass sie dort Tag und Nacht kostenlos Hilfe erhalten. Anhand von verschiedenen Aufgaben wurden im Parcours auf spielerische Art und Weise das Selbstbewusstsein und die Abwehrstrategien der Kinder gestärkt. Begleitet von Fachpersonen setzten sich die Schüler/innen an sechs verschiedenen Stationen mit dem eigenen Körper und Themen wie „angenehme und komische Berührungen“, „Geheimnisse“, „Gefühle“ und „Hilfe holen“ auseinander.

Wir sind überzeugt, dass durch die flächendeckende Information und Schulung von Kindern, Eltern und Lehrpersonen Übergriffe und Straftaten früher erkannt oder gar verhindert werden können. Wenn Kinder eine Sprache haben, mit der sie über intime Berührungen oder sexuelle Handlungen reden können, wenn sie ihre Rechte kennen und wenn sie ein Umfeld haben, in dem sie Ansprechpartner/innen finden, dann wird die Anzahl der Gelegenheiten für Täter/innen geringer.

Weitere Informationen: www.kinderparcours.ch oder www.limita-zh.ch

Barbara Abt, Schulleitung

René Baumgartner, Schulsozialarbeit


Datum der Neuigkeit 1. Juli 2018
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